Onlineveranstaltung
30. März 2021
 

Die Corona-Pandemie und das Tiefzinsumfeld als Brandbeschleuniger und Augenöffner? Und Wofür?

Das Schweizer Mietrecht und die dazugehörigen Vorschriften gegen Missbräuche sind, was ihren materiellen Gehalt betrifft, alt. Und seit über 80 Jahren fanden keine zukunftsweisenden Revisionen statt. Weiter wurden konzeptionelle rechtliche Anpassungen durchwegs in gesellschaftlichen oder ökonomischen Ausnahmesituationen vorgenommen: Spanische Grippe, Weltkriege sowie Ölpreiskrise. Durch die spezielle Genese des hiesigen Mietrechts einerseits und durch die dazugehörige Rechtsprechung andererseits sind mehrere mietrechtliche Themenkomplex zu einem Flickwerk verkommen. Fehlfunktionen und Inkonsistenz herrschen vor. Die «Hauptmängel» dürften darin zu orten sein, dass erstens die Mietsache weder rechtlich noch ökonomisch bloss als Sache verstanden werden sollte, dass zweitens die Schutznormen vor missbräuchlichen Mietzinsen dem vertraglichen Charakter als Dauerschuldverhältnis nicht gebührend Rechnung tragen. Drittens findet bei den angestammten Bestimmungen keine angemessene Differenzierung bei der Regulierung Wohnräumen und Geschäftsräumen statt. Fazit: Ein einfaches Gesetz wird der komplexen Realität von heute letztlich nicht gerecht.

Erleben Sie Urs Hausmann am Schulthess Forum Mietrecht 2021.